.....oder der Mythos von ausgekochten Knochen und Schlachtabfällen!


Heutzutage stehen uns eine Vielzahl guter Pflanzenöle für die Seifensiederei zur Verfügung. Das sah früher anders aus. Die Öle waren viel zu kostbar um sie zu verseifen und Lauge in der reinen kristallinen Form gab es auch noch nicht zu kaufen. 

So wurden meist minderwertige Tierfette verseift und die Lauge aus dem Wasser das durch Asche gefiltert wurde gewonnen. Das war sehr aufwendig und ungenau. Aber es wurde auch Seife.


Seife entsteht, wenn man Öle oder Fette mit Natronlauge zusammenbringt. Das Fett "verseift".


Die Auswahl der Fette und Öle bestimmen die Eigenschaften der fertigen Seife.




Avocadoöl (Persea gratissima oil) ein leichtes Öl, das viel Pflege in Haarseifen bringt, ohne das Haar zu beschweren. Es regeneriert geschädigte Haut und Haare.


Arganöl (Arganöl spinosa oil) aus den Früchten des marokkanischen Arganbaums ist sehr Hautpflegend. Durch Vitamin E beugt es der Hautalterung vor und schützt vor freien Radikalen.


Babassu (Orbignya oleifera seed oil) ein sehr mildes, hochwertiges Öl, das pflegt und in der Seife für Schaum sorgt ohne auszutrocknen. 


Distelöl (Carthamus tinctorius oil) ist ein trockenes Basisöl das sich leicht und nicht fettig anfühkt. In Haarseifen hilft es bei fettigem Haar und lässt es die Haare nicht beschweren. 


Hanföl (Cannabis sativa seed oil) ist entzündungshemmen und zellerneuernd und daher sowohl für trockene, als auch reife Haut und Neurodermitis geeignet.


Jojobaöl (Simmonsia chinensis oil) ist eigentlich ein Wachs und enthält einen hat einen hohen Gehalt an unverseifbaren Bestandteilen. Daher reicht eine kleine Einsatzmenge, um viel Hautpflege zu erhalten. Es zieht gut ein und regeneriert die Haut von innen.   


Kakaobutter (Theobroma cacao seed butter) ergibt schon in kleinen Mengen sehr pflegende, cremige Seifen.


Kokosöl (Cocos nucifera oil) ist das gängige Schaumfett, jedoch kann es in hoher Konzentration als austrocknend empfunden werden.  


Mandelöl (Amygdalus dulcis oil) ist ein mildes Basisöl, das schon im Altertum als Schönheitsmittel galt. 


Olivenöl (Olea europaea oil) wurde schon in der Antike zur Seifenherstellung verwendet. Es ist ein stabiles Basisöl. Olivenölseife werden sehr hart und können lange gelagert werden. Sie bilden fast keinen Schaum, hier empfiehlt es sich durch andere Öle zu ergänzen.


Rapsöl (Carola oil) ist ein Vitamin E reiches heimisches Basisöl, es versorgt die Haut mit Feuchtigkeit.


Reiskeimöl ist das Schönheitsmittel aus Asien. Es wird von der Haut gut aufgenommen ohne zu fetten, ist sehr pflegend und vitaminreich und erzeugt in der Seife cremigen Schaum.


Rizinusöl (Ricinus communis oil) unterstützt die Schaumwirkung der anderen Fette und Öle und fördert die Kollagenbildung.


Traubenkernöl (Vitis vinifera oil) ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Es dringt tief in die Hautschichten ein und regeneriert die Haut von innen. 


Zitronensäure (Citric acid) in der Seife verhindert bei hartem Wasser Kalkablagerungen speziell in Haarseife.