Oder: wie kommt der Duft in die Seife?


Eine gute Seife braucht weder Duft noch Farbe, jedoch genießen wir mit allen Sinnen und erfreuen uns am frischen Duft oder dem Farbenspiel einer liebevoll gestalteten Seife.


Im Vordergrund steht dabei für mich der verantwortliche Umgang mit der Gesundheit meiner Mitmenschen.  


Zur Zeit gibt es 26 Stoffe, die auf der Liste der zu deklarierenden Allergene stehen. Das sind Duftbestandteile, die sowohl in ätherischen Ölen als auch in synthetischen Seifenparfumölen vorkommen. 

Bei den Düften heißt  "natürlicher Ursprung" leider nicht automatisch "gesund". Viele ätherische Öle überleben den Kontakt mit der Natronlauge nicht, daher sind spezielle Seifenparfumöle bei vielen Düften die bessere Wahl, wenn man einen zusätzlichen Duft in der Seife haben möchte.


Aber testen Sie doch mal eine Naturseife ohne extra Duft. Sie riecht frisch und sauber. 


Wenn mir die unterschiedlichen Beigetöne der Naturseife zu langweilig sind habe ich die Qual der Wahl. 

Natürlich erdige Farbtöne erzielt man durch das Färben mit Eisenoxiden. Die Farbpalette umfasst Töne von rotbraun bis grün.

Pflanzenfarben sind oft nicht laugenstabil, jedoch erzielt man mit Spinat- oder Paprikapulver, Kurkuma oder Alkannawurzel ganz schöne Naturfarben. 

Wer's richtig bunt mag kann auf Kosmetikpigmente zurückgreifen, wie sie in Lippenstiften und Lidschatten Verwendung finden. 


Wichtig ist es bei der Duft- und Farbwahl auf die Zulassung durch die EU Kosmetikverordnung zu achten. Nicht alles was bunt ist oder gut riecht sollte auf die Haut kommen.


Ein Kompromiss den ich gerne eingehe ist, die Seife ungefärbt zu lassen und den Stempel in farbiges oder goldenes Mica zu tauchen, bevor ich ihn auf das Seifenstück drücke.